Expedition: Samstag, 13.04.2002
Am Herzog

Ich möchte mal was vorweg sagen. Stellen Sie sich einen Einstieg in ein System
bitte nicht so vor, als wenn wir uns hier an einem Seil 20 Meter in die
Tiefe ablassen. Es läuft alles recht komfortabel ab :-) Wir besuchten damals zu
dritt das System am Herzog. Durch diese Tür, die uns freundlicher weiße von
einem Anwohner geöffnet wurde (und sich in einer Art Garage befindet) kommt man
in das System.

Katakombenforscher Swutz in Pose.



Die Felsenkeller wurden in der Zeit des 2.Weltkriegs teilweise zu Schutzräumen
umgebaut und erweitert. So finden sich im Bereich des Systems "Herzog" mehrere
Umbauten. Hierbei wurden vorhandene Gänge durch Abmauerungen und Stützpfeilern
aus Ziegeln verstärkt um den brüchigen Sandstein gegen die Druckwellen der
einschlagenden Bomben zu sichern. Bei
der Anlage der Schutzräume wurde nach einer sich auf das wesentlichste
konzentrierenden Vermessung der Gänge darauf geachtet, daß es immer einen
2.Ausgang gibt. (Bild mit Türabmauerung!). Auch wurde der Keller durch einen
verbesserten Eingang (Treppe mit Rampe und Handlauf) besser zugänglich gemacht,
da auch Kinderwagen, gehbehinderte Personen und Kranke (Schutzraum des
Krankenhauses) mit hinunter mussten. Auch die Orientierung hat man nicht
vergessen: Wegweiser aus Holz (leider sehr selten erhalten) und Pfeile mit
Hinweisen aus Leuchtfarbe wurden angebracht.
Alte Filmkulisse

War mal eine Filmkulisse vor langer
langer Zeit...
Folgen der Verfüllung

Infolge der Renovierung des alten Krankenhauses und dem Neubau des
Lastenausgleicharchives wurden Gänge teilweise zugeschüttet. Ich war angenehm
überrascht ,als ich festgestellt habe, das vieles noch erhalten wurde, quasi
“nur” mit (wahrscheinlich) Spritzement stabilisiert wurde. Dies alles geschah im
Jahre 1996.
Alte Weinflaschen


Wann und von wem diese alten Flaschen hergebracht worden sind, ist bisher nicht
bekannt. Die Flaschen sind alle leer und um die 40 Jahre alt.